Ein selten gespieltes Meisterwerk von Leoš Janáček an der Staatsoper Stuttgart
Das böhmische Wort OSUD bedeutet „menschliches Los“ oder „Schicksal“. Nach seiner Oper JENUFA schrieb Leoš Janáček dieses Werk, das zu Unrecht selten aufgeführt wird. Es gehört zu den Meisterwerken dieses Komponisten.
Die Handlung erstreckt sich über 15 Jahre, wobei der erste Akt einen einzelnen Tag beschreibt. Es geht um einen Komponisten, der eine Beziehung zu einer jungen Frau hatte, aus der, ohne dass er es weiß, ein Kind entsprang. Nach Jahren trifft er diese Frau wieder, heiratet sie und verliert sie durch Tod. Die Oper, die mit diesem Erleben zu tun hat – eine Oper in der Oper - und der er den Titel OSUD (Schicksal) gibt, vermag er nicht zu vollenden. Es fehlt der 3. Akt und somit der Schluss. Sie bleibt ein Fragment.
Jossi Wieler als Intendant und Regisseur, sowie Sergio Morabito als Dramaturg und Regisseur, haben an der Staatsoper Stuttgart dieses Werk von Janáček eindrucksvoll inszeniert. Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling.
Spannend und informativ.