DCTP KIOSK SPECIAL
02.09.2012
 
   

 

Naturgewalten
World’s Worst Disasters

Sendedatum: 02. September 2012 VOX 12:15

Partner: BBC EXCLUSIV   Produktionsland: GB
Produktionsjahr: 2009   Genre: Dokumentation
Länge: 44min   Producer: Philip Nugus

 
Links zum Thema:

http://www.stern.de/wissenschaft/natur/:Extra-Naturkatastrophen-Gei%DFeln-Menschheit/511340.html
http://naturkatastrophen.die-erde.com/ http://www.klimawandel-heute.de/klimawandel-folgen
http://www.volker-quaschning.de/datserv/katastrophen/index.html
http://geschichte-lateinamerika.suite101.de/article.cfm/st_pierre_das_pompeji_der_karibik
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/natur/naturgewalten-lexikon/e/index,page=1578026,chunk=4.html
http://walrus.wr.usgs.gov/tsunami/PNGhome.html
http://www.tirol.gv.at/applikationen/tiris/katastrophenschutz/galtuer/

Vulkanausbruch

Ein Vulkanausbruch mit Folgen: So entstand 1963 die Vulkanin sel Surtsey, vor Island.

Aschewolke

Vulkanausbrüche lassen sich am ehesten vorhersagen – trotzdem bleiben sie unberechenbar.

Verwerfung 

Wenn sich beim Erdbeben die Erde auftut – Die rund 1000 Kilometer lange St. Andreas Verwerfung verläuft quer durch Kalifornien .

Lawine

Eine Lawine rast einen Berghang hinunter – Die gewaltigen Schneemassen sind eine der zerstörerischsten Naturgewalten der Alpen.

Spuren der Verwüstung nach Tsunami

Spuren der Verwüstung nach einem Tsunami in China. Die Flutwelle reichte bis in die dritte Etage.

 

Wussten Sie, dass...

 ...derzeit mehr als 500 Vulkane weltweit aktiv sind?

... auch Vulkane, die schon seit 1000 Jahren nicht mehr aktiv sind ausbrechen können?

...es mehr als hundertmal pro Jahr Erdbeben gibt, die eine Stärke bis zu sieben oder mehr auf der Richterskala erreichen können?

 

Völlig unvorbereitet kann es uns treffen: Innerhalb von Minuten werden ganze Städte zerstört und Tausende Menschen verlieren ihr Leben. Naturkatastrophen können die Welt für immer verändern. Dieser BBC Exklusiv-Reihe rekonstruiert anhand von nie gezeigten Archivaufnahmen und aufwändigen 3-D-Animationen die verheerendsten Katastrophen der letzten hundert Jahre – und zeigt uns, wie wenig wir dagegen ausrichten können...

Folge 1: Vulkane
Die Entdeckungsreise beginnt auf der französischen Karibikinsel Martinique im Jahre 1902: Im Vulkanbecken des Mont Pelé erhitzen sich riesige Mengen Regenwasser und brechen als kochend heiße Schlammlawine über die ahnungslose Bevölkerung herein. Nach einer gigantischen Explosion verbreitet sich eine Glutwolke über die Insel, eine Flutwelle folgt. Bei der Katastrophe werden zwischen 28.000 und 40.000 Einwohner getötet und die Inselhauptstadt Saint Pierre wird vollständig vernichtet. Die Katastrophe begründet die moderne Vulkanforschung.
Am Beispiel eines Vulkanausbruches in Neuseeland wird deutlich, dass die Begleiterscheinungen eines Ausbruches gewaltiger sein können als die Eruption: Als am Heiligabend 1952 der Hang des Ruapehu in Neuseeland aufbricht, bringt die vulkanische Hitze einen Gletscher zum Schmelzen. Ein reißender Strom aus Asche und Wasser rast als Schlammlawine auf eine Eisenbahnbrücke zu und bringt diese zum Einsturz – gerade als ein vollbesetzter Zug sie überquert. Auf mehr als eine frühzeitige Warnung kann man auch heute bei einem Vulkanausbruch nicht hoffen – stoppen lässt sich die Naturgewalt nicht.

Folge 2: Erdbeben
Auf dem amerikanischen Kontinent sind Erdbeben keine Seltenheit. Wo tektonische Platten aneinander stoßen, hat sich der Mensch an die plötzlichen Stöße aus dem Erdinneren angepasst: Mit erdbebensicherer Architektur und einem gewissen Maß an Unerschütterlichkeit. Aber nicht jedes Beben verläuft glimpflich. In Alaska kommt es 1912 zu einem gewaltigen Erdbeben als der Mount Katmai ausbricht und ein gesamtes Tal in eine 65 Quadratkilometer große Mondlandschaft aus Asche und Gesteinsbrocken verwandelt. 1964 trifft es wieder Alaska: Augenzeugen schildern apokalyptische Bilder: Heftige Beben erschüttern das Land, das Meer brodelt, und eine flammenbedeckte Flutwelle bricht über den Ölhafen in Seward herein. Aber auch südliche Regionen sind betroffen – verbunden mit ganz erstaunlichen Erkenntnissen: Als 1985 heftige Beben Mexiko Stadt erschüttern, stürzen ausgerechnet die modernen, angeblich erdbebensicheren Hochhäuser ein, während die Bauten der Azteken dem Beben standhalten. Offensichtlich gibt es noch vieles über das Phänomen Erdbeben und den Schutz vor den Erschütterungen aus dem Erdinneren zu lernen.

Folge 3: Lawinen
Galtür ist ein kleiner idyllischer Ort mitten in den Tiroler Alpen. Am 23. Februar 1999 wurde er jedoch zum Schauplatz einer Tragödie: Eine Lawine gigantischen Ausmasses verwüstete die Ortschaft und riss 31 Menschen mit in den Tod. Lawinen sind in den Alpen keine Seltenheit: sie sind ein natürlicher Mechanismus, mit dem sich der Berg von seiner drückenden Schneelast befreit. Doch der Jahrhundertwinter von 1999 schuf neue Bedingungen. Tagelanger Schneefall, permanenter Wind und Temperaturschwankungen schufen die Voraussetzungen für eine tödliche Schneelage. In den Bergen stauten sich die Schneemassen. Als sie sich schliesslich lösten, kam es zur Katastrophe. Dieser Film liefert die Anatomie einer Naturgewalt und zeigt nicht nur Archivaufnahmen dramatischer Lawinenabgänge, sondern rekonstruiert auch historische Naturkatastrophen von gigantischem Ausmaß. Wie zum Beispiel die schlimmste Lawinenserie aller Zeiten, die im Dezember 1916 über 10.000 österreichische und italienische Soldaten in den Südtiroler Dolomiten in den Tod riss.

Folge 4: Tsunamis
Naturkatastrophen können die Welt verändern. Am 26. Dezember 200 um 1:58 Uhr MEZ, erschütterte ein Beben der Stärke 9,3 den Indischen Ozean - das schwerste Erdbeben seit 40 Jahren. Es entstand eine gigantische Flutwelle – ein Tsunami – der von Indonesien über Thailand bis nach Afrika unvorstellbare Zerstörung und Leid verursachte. Ganze Landstriche und Städte wurden weggespült, Urlaubsstrände vernichtet – und geschätzte 300.000 Menschen wurden getötet. Es war eine globale Katastrophe gigantischen Ausmaßes, die auch in fernen Ländern wie Deutschland hohe Opferzahlen unter Urlaubern verursachte. In den betroffenen Gebieten wurden Millionen Menschen obdachlos und ganze Nationen blieben schutzlos und in Not zurück. Dieser Film erzählt die Geschichte einer Naturkatastrophe die häufiger auftritt als gedacht. Anhand von Archivaufnahmen und Animationen wird gezeigt, dass Tsunamis auch in der Vergangenheit ganze Zivilisationen ausgelöscht haben. Auch 1998 tötete eine Flutwelle über 2.000 Menschen auf Papua Neuguinea, bereits 1896 sind 27.000 Tode nach einem Tsunami auf Japan dokumentiert – und wahrscheinlich fiel sogar das legendäre Atlantis einer gigantischen Flutwelle zum Opfer ...

NATURGEWALTEN gibt mit unveröffentlichten Originalaufnahmen Einblicke in die Natur verheerender Katastrophen, denen der Mensch bisher meist hilflos gegenüber steht. Wird es uns in Zukunft gelingen, vorherzusagen, welche Vulkane ausbrechen werden, und wann es zum nächsten Erdbeben kommen wird?

     
 
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